Eingereicht Winter 2010, Gebaut
Frühjahr 2011
Im
Rahmen der Weiterqualifizierung zum staatlich geprüften Techniker
Mechatronik musste
als
Ergänzung zur schriftlichen Abschlussprüfung eine
Facharbeit erstellt werden.
Da kaum ein
Abenschüler die Möglichkeit hat, seine
"Erfindung" auch in die Realität umzusetzten,
bleibt es
meistens nur bei den geforderten Dokumenten nebst Anhang etc.
Es geht ja
"nur" darum zu beweisen daß man in der Lage ist
konzeptionell zu denken und mit
den
benötigten Programmen zur Konstruktion und Layouterstellung
umzugehen.
Die meisten
Konstruktionen sind halt so groß und teuer, daß
kaum ein Arbeitgeber
ein Interesse
daran hat. Und wer nicht als steuerzahlender
Abendschüler tagsüber einen Betrieb
besucht sonders
in Tagesform die Technikerschule besucht hat noch nicht
mal einen Arbeitgeber, hrhr.
Ich hatte
Glück, ich habe eine Facharbeit und einen Arbeitgeber
der mich diese auch
in die Tat
umsetzten ließ.
Ausgangsituation:
Um
hier nicht den kompletten Text meiner Facharbeit zu wiederholen:
Eine
Dichtheitsprüfung an einem nicht weiter benannten Bauteil soll
automatisiert
werden.
Die Probleme
dieser Prüfung:
-
Abdrücken mit N² macht Probleme wenn sich Raumtemperatur
und Luftdruck
ändern,
dann steigt und sinkt der gemessene Druck im Bauteil.
- Per
Zeigermanometer und Stoppuhr + Papier,Bleistift ist
es zeitintensiv
und langweilig diese Prüfung durchzuführen
(Meine)
Lösung:
Automatisieren
des Vorgangs:
- Druck,
Temperatur innen/aussen werden gemessen und aufgezeichnet
- Auswertung
der Messwerte am PC
- Portabel
- Kompensation
der Störgrößen durch Nachbearbeitung am
PC
Umsetzung
:
Das
was ich letztendlich gebaut habe weicht stark von dem ab, was in der
Facharbeit
präsentiert
wurde. Hat aber nix mit Fehlkonstruktion oder so zu
tun, sondern damit
was sich
letztendlich für den konkreten Fall als nützlich,
brauchbar und günstig erschien.
Da
sich das Ergebnis von der
Facharbeit so stark unterscheidet stelle ich die hier erstmal nicht rein
da
ich keinen Nerv hab Fragen dazu zu
beantworten wenn da was nicht geht :-/
Alles
an Elektronik passt geradeeben in ein Standartgehäuse:
-
4*20
LCD für Menü und Messwertanzeige
-
Drei
Tasten Bedienung
-
Drucksensor für Umgebungsdruck ist oben angeschnallt
-
Drucksensor für Bauteil-Druck ist angesteckert
- Drei
Messeingänge für Thermoelemente
-
Umgebungsdruck ist in ca 3mbar aufgelöst 0-1024
-
Drucktest-Druck ist in 1mbar aufgelöst 0-600mbar
- Temperaturen
sind in 0,1°K aufgelöst 0-100°C
- Zeit
läuft Quarzgenau in Sekunden


Drei
Thermoelement-Buchsen im Gehäuse
- Ein Mega32
hat ausreichend reserven, programmiert wurde mit Bascom
- Rechts sind 3
Signalwandler für die Thermoelemente auf 0 bis 5
Volt Ausgangssignal
- 64kbyte Flash
in I²C für das Datenlogging (pro Satz fallen
12 byte an)
- RS232
Schnittstelle zur Übertragung nach Excel

Mit den Tasten
wird das Menü bedient und die Messung gestartet

Die Abtastrate
und die Laufzeit können eingestellt werden um den
Datenmüll
zu verringern
oder zu erhöhen.

Der
Manometeraufsatz für die Druckprüfung, mit analogem
Manometer um beim
Druckaufbau
eher zu sehen wo man ist. Unten die Druckdose die zum
Druck-O-Mat geht.

Achja, gab
glaubich ne 2- für das ganze, da ich im Suff bei den
Schaltplänen Fehler gemacht hatte :D