In irgendeiner Schrottsammlung fiel mir mal eine Platine in die
Hände mit diesem Display drauf.
Die externe Beschaltung sah stark nach 80er Elektronik aus und wurde
von mir damals leider
auch nicht weiter beachtet. Im 1. Lehrjahr hatte ich im Jahr 2000 noch
nicht unbeschränkten
Zugang zu Datenblättern (fast) aller IC's im Netz.
Der ulkige Evakuierungszipfel und daß die Punkte rund und nicht
eckig sind deuten auch auf
80er Jahre.
Fakten Fakten Fakten....
Das
Display verfügt über 16 Stellen mit eigenem Gitter, und
jeweils einer 5x7 Matrix.
Etwas unüblich, für unterstellte Zeichen und Co. kenne ich
eigentlich nur 5x8.
Die 36 Punkte sind alle einzeln ansteuerbar. Macht Summasummarum 51
Eingänge.
Kürzlich fiel sie mir dann wieder in die Hände, und da ich
von einem älteren VFD-Projekt
mehr oder minder gelangweilt war, habe ich es fein säuberlich
zerlegt. Auch Lochraster
will recycelt sein :D älteres VFD Projekt
Moderne
Kunst:
Ausnahmsweise
mal nen Schaltplan gezeichnet, man will ja auch mal sein Wissen
für die Nachwelt konservieren.
5 Latches vom Typ 74HC573 "speichern" das anzuzeigende Muster
Wenn alle 5 gesetzt sind werden alle Ausgänge freigeschaltet, so
baut sich das Zeichen nicht
Quer auf beim Setzten der Latches. Das würde am Ende beim
Multiplexbetrieb
zu Helligkeitsunterschieden führen.
Das Verfahren nutzt so nur "7"+5+2=14 Pins
Die von mir gerne verwendeten Spannungstreiber UDN2981 schalten dann
die höhere Spannung
auf die Punkte und die Gitter.
Die Gitter werden durch Trigger und resetimpulse durchgeschritten. In
diesem Fall
auch wieder mit ner Kombi aus "16 aus 4"-Baustein CD4514 und dem
Binärzähler CD4040.
Grob geschätzt hat ein Mega8 genug Saft um nen Zeichensatz zu
beherbergen und
sich schnell genug um die Organisation zu kümmern.
Als Heizspannung kommen durch Versuche 4,3Volt aus dem LM7805 und ner
Diode zum Einsatz.
Die Spannungsdifferenz über die Länge macht bei 60V und
55,7Volt nicht wirklich
was sichtbares aus. AC wäre mir zu aufwendig für das
Experiment geworden. Hochspannung: Für
die Spannungsversorgung von geschätzten 60V/DC der Röhre
wählte ich wie
immer für Solche Fälle den MC34063
Schaltregler mit der auch gerne verwendeten Online-Rechenhilfe. Da
das Display ja nunmal eh mit 1/16 im Multiplexbetrieb laufen muss, mute
ich ihm lieber mehr
zu. Am Ende schlägt sich das sonst wieder auf die Helligkeit
nieder.
Lötarbeiten:
Da das ganze ja doch eine kleine Menge an IC's verschluckt und ich die
Anzeige ungerne fest
einlöten wollte, ist die Anzeige in zerschnittenen IC-Sockeln
gehalten und darunter
sitzt ein Großteil der Treiberbausteine und Latches.
Hello
World:
In Bascom habe ich schnell ein einfaches Programm geschrieben, welches
erstmal Werte aus einer Wertetabelle holt und auf die Anzeige bringt.
Nen ganzen Zeichensatz zu hacken war mir nach 3 Nächten
Hardcore-Löten dann
doch zu müssig, kommt dann aber noch.
Leider ist die Aufnahme nicht so gut wie das tatsächliche Bild.
Komisch, da kauft man ne Digicam für 30€ und dann solche Bilder.
Eine passende Filterscheibe aus nem Videorekorder hilft beim Kontrast