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PC-Gehäuse Modding : VFD-Lichtsteuerung
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irgendwann 2003


Funktionsweise des VFD:
Falls ihr mal nen defekten Videorecorder habt, oder DVD-Player (dauert wohl noch einige Jahre bis dahin). Dann schmeisst den nicht komplett weg, neben diversen Bauteilen gibt es nähmlich die schöne
Leuchtanzeige darin.

Die Dinger funktionieren im Prinzip wie ein Röhrenmonitor.
 



Hier ein Orig. Foto eines Moduls


Hier eine kleine Zeichnung von mir

Die gelben Linien zeigen Glühdrähte, welche quer über alle Zeichen/Segmente gespannt sind. Diese werden an eine Spannung gelegt, so ca 3 Volt, daß sie leicht glimmen.
Dadurch werden (wie beim Glühen hinten im Fernseher) Teilchen abgestrahlt.

Über einer Gruppe von Segmenten ist jeweils ein Gitter angebracht, was alle Segmente abdeckt.Wenn an dieses Gitter eine positive Spannung von ca 12-35 Volt angelegt wird, werden die abgestrahlten Teilchen angezogen, durch die kapazitive Ladung im Gitter.

Die Segmente wiederum sind auch an Leitungen angeschlossen, und wenn nun ein Gitter aktiv ist, und die abgestrahlten Teilchen anzieht, kann man durch Anlegen einer Spannung von ebenfalls 12-35 Volt
die Teilchen auf die Segmente "ziehen", dadurch LEUCHTEN die Segmente dann.

Im Endeffekt :

Drähte glühen lassen
+ Spannung an die Gitter.
+ Spannung an die Segmente
= LEUCHTEN !!

Das geht, wie man vom DVD.Player etc weiss in diversen Farben, meist ist es grünblau, oder Orange.
Ein gleichmäßiges Grau wird oft durch Filterscheiben erzeugt.



Das Problem:
Zählt mal die Segemente, also alle Leuchtstriche und Zeichen.
Und dann zählt mal die Beinchen von dem Ding.....

Es sind viel zu wenige Beinchen..... (?)

Die Erklärung:
Wenn eine Anzeige so ein paar Leucht-Achten und Sonderzeichen hat, kommen locker über
100 Segmente zustande.
Die Hersteller machen es sich da einfach, sie legen immer 10 Striche unter ein Gitter.
Das macht dann 10 Gitter mit 10 Segmenten.
Die Segmente der einzelnen Gitter werden untereinander verbunden.
So hat man 20 Leitungen raus : 10 Gitter und 10 Segmente.

Allerdings kann nur ein Gitter zur Zeit die gewünschten Segmente anzeigen, wenn man ein 2. Gitter
aktivieren würde, dann würde ja dort alles so leuchten, wie man es für das 1. Gitter schon eingeschaltet hat.

Da das Auge träge ist, lässt man ganz schnell ein Gitter nach dem anderen aktivieren.
So 50 mal in der Sekunde geht das dann rüber.
Das sieht man dann nicht mehr.



Unsere Verwendung:
Ohne eine ganz ausgeklügelte Schaltung mit viel "Intelligenz"drin, kann man also nicht das gewünschte auf so einer Anzeige anzeigen. Ausserdem haben die Dinger ja eh sinnlose Symbole.
Was wollen wir da denn schon anzeigen ?
Temperatur? Neee

Also: HAUPTSACHE SIEHT GUT AUS.

Ich habe da eine Schaltung mit 2 ICs gebastelt, die Alle Segmente verwendet, und dabei interessant
wirkt (von Weitem).


Hier könnt iht euch den Schaltplan runterladen.



Kurze Schaltungsbeschreibung:

Die Versorgungsspannung der Schaltung ist 12Volt, das ist im PC die gelbe und schwarze Leitung des
Laufwerksspannungssteckers.
Bei MEINEM Display reichten 12 Volt, kann bei euch anders sein......

Der IC CD4017 ist ein "Lauflicht"-IC, der ein Eingangssignal (welches 1-0-1-0-1-0 sein muss, also     Rechteck oder so) in einzelne Schritte umsetzt.
Pro Signal macht er einen Schritt von 10, dann fängt er von vorne an.
Die Ausgänge des ICs sind Q0 bis Q9.

Diese Ausgänge habe ich an die Gitter meiner alten Anzeige angeschlossen, es ware zufälligerweise 10 Gitter, wenns mehr sind, muss man halt mehrere zusammenschalten.
Welche Pins für die Gitter sind habe ich einfach mit Spannung und 2 Kabeln rausgetestet, was leuchtet wann ?

Das Signal für den IC habe ich aus Faulheit mit einer Blink-LED und nem 1k Widerstand gelöst.
Wenn Die LED blinkt, wechselt die Spannung zwischen LED und Widerstand hoch genug, um den IC
durchzuschalten.

Der zweite IC ist ein CD4040. Das ist ein Frequenzteiler. Der bekommt an einem Pin eine Freqeunz rein, und hat dann 12 Ausgänge, an denen er Schritt für Schritt die Frequenz durch 2 Teilt.

Das heisst, jeder Ausgang blinkt "halb" so schnell wie sein Vorgänger.

Das Eingangssignal habe ich vom letzten Ausgang des 4017 abgegriffen.
Wenn der 4017 einmal alle Gitter duchgelaufen ist (ca 5 Sekunden), dann bekommt der 4040 ein Signal.

Da der letzte, der 12. Ausgang daher fast nie schalten würde, habe ich immer 4 Segmente zusammen an einen Pin der Ausgänge 0 bis 3 angeschlossen.

Sonst würde es ewig dauern, bis alle Segemente mal leuchten.

Nun sollten die Segmente von links nach rechts (oder umgekehrt) durch die Anzeige huschen, und nach jedem Durchlauf eine Andere Konstellation leuchten, ab und zu ist auch ein "dunkler" Durchgang dabei, wenn der 4040 gerade mit den Pins 0 bis 3 beim Anfang angekommen ist. Nicht wundern.....



EINBAU IM PC :
Die ganze Schaltung bekommt man hinter der Anzeige unter, und das ganze sollte möglichst in ne PC-Blende passen, oder wo immer ihr das hinhaben wollt.

Davor habe ich noch eine Plastikscheibe aus ner alten CD-Hülle geklebt, und mit Edding von Innen nen Rahmen reingemalt, festgemacht ist alles mit Heissklebe.

Noch nen Schalter und ne Kontroll-LED rein ,und geil isses.

Fertich !!
ENDE