Bei der Feststellung, daß Youtube dank der Petz-Polizei auf
Arbeit gesperrt wurde,
mussten die Arbeitskollegen und ich auf die Hartz-4 Versionen Clipfish
und MyVideo zurückgreifen.
Ich hab keinen Plan mehr, was wir eigentlich gesucht haben,
letztendlich sind wir aber bei
einem Video zum sogenannten Daft
Punk Coffee Tablegelandet.
Die roten Felder sind beleuchtet und machen Muster.
Google und Youtube zeigen zu 99,9% DIY Nachbauten und Co, daher bin ich
mir nicht
mal sicher was das Original gemacht hat.
Der wurde beim Edel-Möbel-Irgendwas Habitat für umgerechnet
"günstige" 1500€ verkauft.
Für das Geld kann man 5 Fiestas kaufen oder die ganze Stube
einrichten.
Zumal das Ding keine 200€ Wert sein wird.
Das fand ich mal ne feine Sache, zumal ich eh nen neuen Stubentisch
brauchte, da der alte eigentlich
einer eine Werkbank war.
Also mal wieder ein Nachbau einer schon bestehenden Idee, aber mit einer
Note Shadowman dabei.
Konstruktion/Aufbau:
Die
Originalmaße konnte ich durch googlen erahnen, ein bekannter
Tischler meinte aber
bei Möbeln sollte man immer Maß nehmen was einem am besten
passt.
Die Seitenlängen von 90cm die höchstwarscheinlich das
Original hat habe ich beibehalten,
da ich kein Chinese bin und beim Essen nicht gerne den Speckbauch
einquetsche hab ich die Höhe mit 50cm gewählt,
was das später für die ganze Stube bedeuten würde wusste
ich noch nicht.
19mm Spanplatte gabs umsomst von einem nur kurzweilig benutzten Regal,
MDF wäre sicherlich edler
gewesen, aber auch teuer.
Da ich nicht im Besitzt einer Fräse für so Verbindungsfische
bin und ich dem Maßgenauen Bohren
für Holzdübel nicht traue, hab ich ganz konventionell mit
Bleistift, Kreissäge und Spaxschrauben gearbeitet.
Konstruktionslatten und wie das bei Obipupsi alles heisst stecken in
den 4 Seiten mit fetten Spaxschrauben
um das Gewicht aufzunehmen. Unten drin ist 12mm Gewinde so ins Holz
geschnitten und Gewindefüsse
vom alten Stubentisch reingeschraubt.
Eine 8mm MDF-Platte mit weiß kaschierter Fläche gabs im
Restposten beim Baumarkt, die liegt innen auf den
Latten auf und wird später das Lichterwunder tragen.
Die Lichtfelder sind 5x5 Pixel, macht Pro Pixel ein Maß von
17,24cm². Da die Felder auch irgendwie beleuchtet
werden müssen und sich das Licht - aus welcher Lichtquele auch
immer- ja halbwegs homogen ausbreiten soll
habe ich eine Tiefe von 15cm für die Leuchtwürfel
gewählt. Also sitzt auch die Platte so tief.
Ein Bekannter hatte Blechreste von 0,5mm Alu und Zugang zu ordentlichem
Werkzeug.
Der hat mir 8 Blechstreifen angefertigt die ich mit der Stichsäge
dann an den entsprechenden Stellen eingesägt habe
um sie zu den Kästen zusammenstecken zu können. Muss man halt
alle ein wenig grade biegen.
Die Kanten der Spanplatten wurden mit der Oberfräse begradigt und
die Flächen sowie die Spaxschrauben
sind mit Füllspachtel verschlossen worden.
Schlauerweise habe ich vorher die Löcher für die
Spaxschrauben extra tief angesenkt.
Die oberen Kanten der Spanplatte sind nicht gespachelt aber dafür
mit Sprühdose schwarz lackiert worden.
Weil
ich keinen Bock hatte die Flächen zu schleifen und zu lackieren
bis ich dumm und dämlich werde,
habe ich mich entschlossen Dekorfolie a la D-C-Fix ausm Sonderangebot
von Lidl zu nehmen.
Eine Rolle 1,50€ oder so, das ist doch super.
Da die Rollen 45cm breit sind, und der Tisch 50cm hoch, musste eine
zweite Lage an die erste rangelegt
werden, da wollte ich nicht nochmal schwarz nehmen.
Ich habe stattdessen rot genommen, passt ja zum Licht und hat ein
bisschen was von KITT.
Leider hat niemand eine Glaspladde in 90cm² liegen gehabt und ich
kenne auch keinen der mit Glas
umgehen kann, also kam ich nicht drumrum zum ersten mal bei diesem
Projekt "viel" Geld auszugeben.
Für 91€ gabs eine extra angefertigte 6mm Platte aus
Extra-Sicherheitsglas.
50€ hätte Popelglas gekostet, aber ich kenne mich, wenn mir da das
erste mal ein Backstein reinfällt will
ich nicht so große Splitter wie bei "Ghost - Nachricht von Sam".
Scheibentönungsfolie 25% Lichtdurchlässig OHNE
TÜV kostet bei egay nur 5€ die Rolle
Auf den ersten Blick nicht als durchleuchbar zu erkennen, genauso soll
es sein.
Wieder bei egay gab es 100 Stück
MEGA-ULTRA-TURBO-MASTER-BLASTER-HELLE
rote LED's. Die wurden am Schleifbock diffus geschmirgelt, da ich keine
Lichtkreise auf der Glasscheibe
wollte.
Pro Feld genau 4 Stück in Reihe geschaltet, passt ja bei 100
Stück.
Das ganze sollte mit Zeitmultiplex in Reihen und Spalten angesteuert
werden, das Foto zeigt die
entsprechende Verkabelung.
Zwischenstand:
Bisher
ausgegeben:
10€
ca. für die Leisten und die
weisse Platte
10€ ca. für Dekorfolien 91€ fürs Glas 9€ für die Scheibenfolie incl. Porto
15€ für die LED's incl. Porto
So ist das ja irgendwie noch nicht fertig:
erstmal testweise an ein Netzteil geklemmt zum LED-Test.
Da bekommt man ja epileptische Anfälle.
Die Glaspladde muss noch diffus werden, eine Milchfolie oder wie das
heisst
ist bereits bei egay geordert. Die kommt auf die schwarze Folie noch
rauf. Die Glaspladde
liegt natürlich mit den Folien nach unten auf dem Rahmen.
Ebay-Milchfolie 2m² für
5€ da sagt man nicht nein.
Leider ist die nicht selbstklebend sondern nur statisch klebend, also
ein wenig so ähnlich
wie dieses wiederliche WindowColorZeugs. Daher habe ich die erstmal nur
klemmend
zwischen die Glaspladde und den Holzrahmen gelegt. Da die Fläche
ja auch noch vom Metallrahmen
gestützt wird liegt die relativ gut dadrunter.
Erste Animationsversuche zeigen, 1A das ganze.
(Die hellen Punkte sind die Stubendecke mit 400
Glühlämpchen die sich dort spiegelt.)
Elektronik:
Das Original zeigt jede Menge Muster und einfache Animationen.
Die Web-Versionen haben (dazu?) die Funktion, daß die Muster
über den Beat der
Musik gesteuert wird, die im Hintergrund auf der Anlage läuft.
Da der Tisch trotz seiner Größe nur ein Display von 5x5
Pixel ist, kann die Steuerung
eigentlich total Pipi ausfallen.
Lediglich der Helligkeit und der Stromaufnahme muss halt mit ein paar
Leistungsbausteinen
zu Leibe gerückt werden.
So, mal erste Stufe der Platine.
Ich habe es zuerst mit Multiplexbetrieb versucht, ging mir aber aufn
Zeiger da die
Helligkeit sich irgendwie nicht konstant halten ließ und durch
das Tastverhältnis von 1/5
eh schon recht gering war. Wenn man die Spannung erhöht um die
LED's heller zu bekommen darf das
Programm nicht klemmen da eine Stehende Spalte dann wohl durchbrennen
würde :-/
Deswegen hab ich das ganze als statischen RAM mit 5Bytes sozusagen
gebaut :-)
Auch wenns überhaupt nicht not tut, hier mal nen Schaltplan mit
der Light-Version von Eagle, hrhr.
- 4 Stück ULN2003 treiben die 25 Felder
- Je 4 LED's in Reihe pro Feld
- 5 Stück 74HC573 8-bit Latches speichern die Muster für jede
Spalte
- ein Tiny26L steuert das ganze
- nen Elektret Mikrofon mit Verstärker, Tiefpass, und
Schmitt-Trigger sorgen für
das Weiterschalten der Einzelbilder beim Bass der Musik
Dazu habe ich gleich mal Visual-Basic ausprobiert, um mir eine kleine
Hilfe für
die Erstellung der Muster zu bauen. Unten werden die benötigten
Binärwerte angezeigt:
Mein Plan ist es, die einzelnen Sequenzen in nem File zu speichern
damit, welches ich dann
entweder in den AVR schiebe, oder mit ner Art Schnittstelle direkt am
Tisch einspeisen kann.